Gut-Holz Häusling zu Gast in Vetschau

Vom 04.-06.05.2018 weilte eine gemischte Mannschaft aus dem Erlanger Stadtteil Häusling zum überfälligen Rückkampf in Vetschau. Das freundschaftliche Kegelwochenende begann am Freitag- Abend in Hantow‘s Garten mit einem zünftigen Grillabend. Alfred Vogel hatte Geburtstag und allerlei fränkische Grillspezialitäten mitgebracht.

Dank der Feuerschale trotzten wir der Abendkühle und hatten bis nach Mitternacht unseren Spaß.

Am Samstag- Vormittag war dann das für die Classic-Kegler aus Häusling extrem ungewohnte Spielen auf Bohlebahnen angesagt. Besonders die Damen des Aufsteigers in die Bayern-Liga zeigten, dass sie sich mit den Gegebenheiten mit jeder Kugel besser zurecht fanden. Ohne offene Wunden aufbrechen zu wollen, lohnt es sich, die einzigartige Leistung der 1.Frauenmannschaft von Häusling hervorzuheben: 4 Jahre hintereinander in die nächsthöhere Spielklasse aufzusteigen, von der Bezirksliga bis in die Bayernliga.



Durch einen Einzelwettbewerb über 80 Kugeln wurden für den 2. Teil des Wettkampfs die Formationen für einen Tandem-Wettbewerb ausgespielt. Der beste Einzelspieler bildete mit dem schlechtesten Einzelspieler ein Paar, der Zweite mit dem Vorletzten usw…
Der Einzelwettbewerb war schon recht niveauvoll, hier ragte Patrick Diestel mit hervorragenden 618 Holz heraus. So richtig spannend wurde es aber beim Paar-Kegeln. Patrick und Erwin Nendel (580 Holz), der nach dem schwachen Auftritt im Einzel über sich hinaus wuchs, mussten bis zur letzten Kugel bangen, um nicht von Alexander Pieper/Romy Joppert (578) und Gerd Kschiwan/Susanne Vogel (577) abgefangen zu werden.
Ein Novum für unsere Bahn: Daniel Müller schaffte es mit fränkischer Urkraft, den gesamten Wettkampf mit dem direkten Wurf durchzustehen.

Ein gemeinsames Mittagessen in Loewa’s Biergarten mit anschließender Siegerehrung rundete den ersten Programmteil des Sonnabends ab.

Am frühen Nachmittag ging es dann mit den Gästen mit dem Auto über Lübben nach Schlepzig, wo ein Ortsrundgang und eine entspannte  Kahnfahrt durch den Unterspreewald genossen wurden.

Nach einem spreewaldtypischen Abendbrot im Biergarten in Groß-Wasserburg ging es dann über Burg zurück nach Vetschau, so dass unseren Gästen eine umfassende Spreewaldrundfahrt geboten wurde. Mit Jörg Müller hatten sie auch einen vorzüglichen Reiseführer an ihrer Seite.



Unsere Gäste hatten sich für den Sonntag-Vormittag als Ausgleichssport eine Radtour gewünscht, nachdem man beim letzten Besuch eine Paddeltour unternommen hatte. So ging es pünktlich 10 Uhr los ab der Karl-Marx-Straße über Stradow nach Burg. Die entsprechenden Fahrräder wurden übrigens dankenswerterweise von unseren Sportkameraden bereitgestellt.

Über die Waldschlößchenstraße und Burg/Dorf ging es Richtung Naundorf. Der Barfußpark am Kurfürstendamm war dann nach 20 Km unser Etappenziel, wo eine ausgiebige Mittagpause abgehalten wurde.

Von dort waren es ja dann nur noch ca. 8 Km bis Vetschau, bei bestem Radlerwetter. Hier wurde nach der Verabschiedung nicht lange rumgetrödelt, denn es lagen noch ungewisse 415 Km Autobahn vor den Kegelfreunden. Zum Glück war die Fahrt staufrei.

Dank der digitalen Medien kamen auch schnell positive Feedbacks von diesem ereignisreichen Wochenende bei uns an, natürlich auch mit Aufforderung bzw. mit der Einladung zum Gegenbesuch im Jahr 2019. Muskelkater-Rückmeldungen von ungeübten Radfahrern gab es natürlich auch. Aber wie heißt es so schön: Nur die Harten kommen in den Garten.


M. Hantow